BVJ/k

 

Kooperative Berufsvorbereitungsklassen (BVJ/k) - (Vollzeitunterricht)

 

Das Berufsvorbereitungsjahr ist ab dem Schuljahr 2020/21 ein Pflichtschuljahr für alle berufsschulpflichtigen Jugendlichen ohne Ausbildungsverhältnis. Es dauert ein Jahr und findet in vollzeitschulischer Form statt.

An drei Tagen in der Woche besuchen die Schüler:innen den Unterricht der Berufsschule in Weißenburg bzw. Gunzenhausen, an zwei weiteren Tagen absolvieren sie sogenannte Werkstatttage bzw. ein betriebliches Praktikum entsprechend ihren Berufswünschen. Die Werkstatttage bzw. die Praktika werden von unserem Kooperationspartner bfz-Westmittelfranken organisiert. Dabei können sie mehrere Berufsrichtungen kennenlernen.

Das Berufsvorbereitungsjahr konzentriert sich auf die Vermittlung von Grundfähigkeiten, die für den Start in eine erfolgreiche Berufsausbildung wichtig sind und führt bei erfolgreicher Teilnahme zum Mittelschulabschluss. Nach dem Abschluss des BVJ/k haben die Schüler:innen ihre Schulpflicht erfüllt. Sofern sie das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und im Anschluss an das BVJ/k eine Ausbildung beginnen, werden sie allerdings wieder schulpflichtig. 

1. Schwerpunkt: Berufsorientierung und Berufswahl
  • Betriebspraktika in unterschiedlichen Bereichen
  • Bewerbungstraining
  • Vorbereitung auf das Berufsleben 
2. Schwerpunkt: Stärkung der Lern- und Arbeitstechniken
  • Methodentraining
  • Förderung der Schlüsselqualifikationen: Selbständigkeit, Zuverlässigkeit und Kommunikationsfähigkeit
3. Schwerpunkt: Stärkung der Allgemein- und Grundlagenbildung
  • Deutsch
  • Sozialkunde
  • Werteerziehung
  • Datenverarbeitung
  • Mathematische Grundlagen

 

Die Anmeldung für die Berufsvorbereitungsklassen findet an der Berufsschule Weißenburg statt und erfolgt bei Jugendlichen unter 18 Jahren durch einen Erziehungsberechtigten oder ab 18 Jahren durch die Schüler:in selbst. 

Zur Anmeldung sind bitte folgende Unterlagen mitzubringen:

  • schriftliche Vollmacht bei Selbstanmeldung (nur, wenn die Anmeldung durch minderjährige Schüler:innen ohne Begleitung eines Erziehungsberechtigten erfolgt)
  • letztes Schulzeugnis
  • Personalausweis
  • Impfpass (Masernschutznachweis)

 

Lehrkräfte

Der Unterricht bei den Jugendlichen ohne Ausbildungsverhältnis (JoA) bzw. im BVJ/k wird im Schuljahr 2019/2020 unter anderem von folgenden Lehrkräften erteilt:

Lehrkraft

Funktion / Aufgabenbereiche

Klassenleitung

Özlem Dalkaya

Deutsch (D)

Fachlicher Unterricht (FU)

Elektronische Datenverarbeitung (EDV)

BVJ/k a

Andreas Dippner, StR

Sport männlich weiblich (Smw)

 

Joanna Döbler

Sozialkunde (SK) 

 

Agnes Pabst

Mathematik (M)

Sozialkunde (SK)

Fachlicher Unterricht (FU)

BVJ/k b

Tobias Riedl

Ethik (Eth)

 

 

Hinweise zur Berufsschulpflicht

Jugendliche ohne Ausbildungsverhältnis (JoA), die das 12. Schulbesuchsjahr noch nicht vollendet haben, sind grundsätzlich berufsschulpflichtig. Das bedeutet, dass nach dem Ende der Vollzeitschulpflicht an einer Allgemeinbildenden Schule (i. d. R. ist das die Mittelschule) drei Jahre Teilzeitschulpflicht (10., 11., 12. Jahrgangsstufe) besteht. Diese Teilzeitschulpflicht (Berufsschulpflicht) wird durch einen regelmäßigen Besuch der Berufsschule an einem Schultag pro Woche erfüllt. 

Vom Besuch der Berufsschule befreit ist, wer:

  • ein Berufsvorbereitungsjahr, das Berufsgrundschuljahr, ein Vollzeitjahr an einer öffentlichen oder staatlich anerkannten Berufsfachschule oder einen einjährigen Vollzeitlehrgang, der der Berufsvorbereitung dient (i.d.R. in Verbindung mit dem Berufsschulbesuch), jeweils mit Erfolg besucht hat;
  • den mittleren Schulabschluss erreicht hat,
  • in den Vorbereitungsdienst einer Laufbahn des mittleren Dienstes eingestellt wurde,
  • ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr ableistet,
  • der Bundeswehr, dem Bundesgrenzschutz oder der Bayerischen Bereitschaftspolizei angehört,
  • von der Berufsschule wegen Ordnungsmaßnahmen entlassen wurde (Art. 86 Abs. 4 Satz 2 BayEUG).

Berufsschulpflichtige ohne Ausbildungsverhältnis können im Einzelfall vom Besuch der Berufsschule befreit werden (auf Antrag bei der zuständigen Berufsschule, Art. 39 Abs. 4 BayEUG).

Eine Befreiung ist zum Beispiel nach 11 Schulbesuchsjahren und vorliegendem Beschäftigungsverhältnis möglich. Bei Aufnahme eines Ausbildungsverhältnisses lebt die Berufsschulpflicht wieder auf. Bei der Überprüfung der Schulpflicht können grundsätzlich alle zurückliegenden Jahre, in denen ein Schulbesuch stattgefunden hat, gezählt werden, auch die Wiederholungsjahre. Ausgenommen hiervon ist gemäß Art. 38 Satz 3 BayEUG allerdings der freiwillige Besuch der Hauptschule. Bei Anträgen auf Befreiung zählen dagegen tatsächlich alle Schulbesuchsjahre.

Die Volljährigkeit ist für die Schulpflicht nicht entscheidend.